Buchs gestalten statt verwalten

23.01.2019 09:00
Von: Thomas Meier

JA zum Jahrhundertprojekt

Leserbrief in der Aargauer Zeitung vom 23.01.2019 von Thomas Meier zur Beteiligung von Buchs am "Zukunftsraum Aarau"


Dieter Stüssi, SVP, versuchte in einem Interview darzulegen, weshalb er gegen eine Beteiligung von Buchs am Zukunftsraum ist. Dazu Folgendes: Es ist nicht das dritte Mal, dass sich das Volk zum Zukunftsraum äussern kann, denn die Befragungen einiger Einwohnerinnen und Einwohner durch ein Callcenter ersetzen in einer Demokratie keine Volksabstimmung. In der Befragung 2014 sprachen sich 47 Prozent für eine Prüfung von Zusammenschlüssen aus; nur 39 Prozent waren dagegen. Es ist klar: Eine Mehrheit will eine Fusionsabklärung – und genau darum geht es am 10. Februar! Weil der Gemeinderat jedoch zwischenzeitlich eigenmächtig aus dem Zukunftsraum ausgetreten ist, unterliess er es bei der Bevölkerungsbefragung 2018 wohlweislich, nochmals dieselbe Frage zu stellen. Auch gefährdet ein Beitritt zum Zukunftsraum die soziale Durchmischung nicht, hat Buchs doch ausgedehnte Einfamilienhausquartiere. Was die Aarauerstrasse anbelangt, so hat diese Entwicklung nichts mit dem Zukunftsraum zu tun und der Kanton plant deren Aufwertung. Schliesslich ist auch der Gemeinschaftssinn nicht in Gefahr: Die Menschen leben weiterhin im gleichen Quartier mit den gleichen Leuten. Die Verbundenheit endet nicht, nur weil die Gemeindeverwaltungen zusammengelegt werden. Der Zukunftsraum stellt ein Jahrhundertprojekt dar, von dem Impulse für die ganze Region ausgehen werden, wovon alle profitieren werden.

 

Thomas Meier

Einwohnerrat SP, Buchs

 

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- Leserbriefe in der Aargauer Zeitung vom 23.01.2019